Die Sporthalle wird seit 1969 – also seit 57 Jahren ununterbrochen genutzt.
In dieser Zeit wurde viel über Sanierung geredet und wenig getan.
Jetzt ist die Sanierungs-Diskussion wegen der Auflage, dass für Spiele der 2. Bundesliga mehr Sitzplätze geschaffen werden müssen, wieder in Gang gekommen.
Wichtig: Auch unsere vielen anderen Handballmannschaften, die die Halle täglich nutzen, sind an einer Sanierung interessiert!
Eine Sanierung kostet viel Geld.
In Volpertshausen hat man das früh erkannt, ein (kostenloses) Gutachten durch den Landessportbund erstellen und Sanierungsmittel in den Gemeindehaushalt einstellen lassen.
Jetzt wurden 720.000 Euro Fördermittel bewilligt.
Für die alte Halle im OT Hüttenberg hat die Gemeindevertretung 2025 erst einmal ein Gutachten für 80.000 Euro in Auftrag gegeben.
Es soll geklärt werden, ob die Halle
saniert, saniert und erweitert oder neu gebaut werden
soll.
Es ist jetzt Ende April – wann wird das Gutachten der Gemeindevertretung und den Bürger/innen vorgestellt?
Irgendwie erinnert das mich an die Hallenbad-Geschichte..
Mit dem 2025 in Auftrag gegebenen 80.000 Euro-Gutachten soll geklärt werden, ob die Halle saniert, saniert und erweitert oder neu gebaut werden soll.
Eine Sanierung – insbesondere der Duschen usw. wäre im Interesse aller Mannschaften dringend erforderlich.
Nachdenkenswert: Viele Schäden hätten durch die Einstellung eines Hausmeisters sicher verhindert werden können. Ein guter Hausmeister kümmert sich um kleine Schäden, bevor sie zu großen Schäden werden.
Ein Hausmeister wäre auch Ansprechpartner für die immer wieder auftretenden Reinigungsprobleme gewesen..
Ich habe die Einstellung eines Hausmeisters mehrfach vergeblich angeregt.
Bei einer Sanierung müsste aber auch das Heizungsproblem gelöst werden. Es gibt zwar zwei neue Heizkessel im Keller unter der Hallenbad-Ruine – aber das ist keine Dauerlösung. Die Heizung müsste auf der anderen Seite der Halle in der Nähe der Duschen installiert werden.
Über ein Heizhaus für die Sporthallen und die Bürgerstuben (die Heizung dort ist auch sanierungsbedürftig) wird auch schon lange geredet.
Für die Planung einer neuen Lüftungsanlage wurden 130.000 Euro Planungskosten in den Sand gesetzt, weil die neue Lüftung dann nicht installiert wurde.
Merke: Bei einer großen Sanierung erlischt vermutlich der Bestandsschutz der Halle – und dann müssen die neuen Brandschutz-Vorgaben beachtet werden.
Ich weiß nicht, was der Brandschutz u.a. zu den Holz-Tribünen sagen wird..
Eine Sanierung wird also sehr teuer – und es ist fraglich, ob es 2027 nochmal eine Bundesförderung gibt.
Aber jetzt kommt ja die Forderung nach einer Erweiterung der Halle dazu, damit sie weiter für Spiele der 2. Liga genutzt werden kann.
Natürlich müssten Sanierung und Erweiterung gemeinsam durchgeführt werden. Dann wird es aber noch teurer.
Gut, es gibt es da noch die Fläche der Hallenbad-Ruine, die man ggf. in eine Erweiterung einbinden könnte.
Aber die Hallenbad-Idee ist noch nicht gestorben.
Vielleicht steht ja in dem 80.000 Euro-Gutachten eine gute, umsetzbare Erweiterungs-Idee.
Merke: Bei einer Sanierung mit Erweiterung ist die Halle nach den bisherigen Erfahrungen mit Bauvorhaben der Gemeinde auf lange Zeit nicht nutzbar.
Neubau
Also dann Neubau?
Frage: Wohin?
Die alte Halle abreißen und neu bauen? (Geht vielleicht sogar schneller als eine Sanierung mit Erweiterung).
Neu an einer anderen Stelle in der Nähe bauen? (Wo? Die Möglichkeiten sind überschaubar).
Vorteil: Wir könnten die alte Halle so lange weiter nutzen.
Nachteil: Was wird aus der alten Halle, wenn ein Neubau steht?
Großes Problem: Wo kommt das Geld für einen Neubau (ca. 10-20 Millionen Euro) her?
Wir müssen das neue Feuerwehrhaus bezahlen (5 Millionen), die Kinderbetreuung finanzieren (jährlich mehr als 4 Millionen Zuschussbedarf jährlich), die Gemeindestraßen sollen saniert werden – gerade läuft die jahrelang aufgeschobene und deshalb teure Sanierung Borngasse und angrenzende Straßen in Weidenhausen. (Es gibt immer noch kein öffentlich einsehbares Schadenskataster!!), der Endausbau von Straßen in ehemaligen Baugebieten hängt nach, wir sanieren die Sporthalle in Volpertshausen (zum Glück mit Bundeszuschuss), die Feuerwehr muss finanziert werden, bis 2028 brauchen wir ein Nahwärmekonzept (gibt es da schon einen Plan?)…
Kurz gesagt: Es wird schwierig.
Bei den schon genannten Fragen zu Sanierung/ Erweiterung /Neubau ist zu beachten, dass die Gemeindevertretung zu Beginn des Jahres im dritten Anlauf beschlossen hat, die Flächen um die Sporthallen herum im Rahmen eines kommunalen Entwicklungskonzepts (KEK, „Neue Mitte“) als „Starterprojekt“ neu zu gestalten.
Ein wichtiger Punkt für die Entscheidung war, dass es Zuschüsse für die Planungen gibt.
Die Meinungen im OT Hüttenberg sind – insbesondere zu den Planungen zur Neugestaltung der Parkflächen vor der Halle – geteilt.
Eine Planung ist meiner Meinung nach erst einmal schwierig, da u.a. die künftige Nutzung der Hallenbad-Fläche unklar ist und auch die Heizhaus-Frage endlich mal geklärt werden sollte – ggf. im Rahmen eines Modellprojekts zum 2028 fälligen „Kommunalen Wärmekonzepts“ für Hüttenberg. (Mein Vorschlag: Heizhaus für Sporthallen und Bürgerstuben mit Fernwärme-Anschluss-Möglichkeit der Wohn- und Geschäftshäuser gegenüber der Sporthalle, des ev. Gemeindezentrums usw.).
Ich bin ansonsten immer noch der Meinung, dass man Außenanlagen erst planen sollte, wenn die Bauplanungen abgeschlossen sind.
Eher unbeachtet von der Öffentlichkeit hat die Gemeindevertretung – gegen meine Stimme – beschlossen, die Parkfläche vor der ehemaligen Liegewiese zum Verkauf als Baufläche für ein Ärztehaus o.ä. bereitzustellen.
Für mich wäre es wichtig, dass die neue Gemeindevertretung zunächst einmal zusammen mit den Bürger/innen, Vereinen, Ortsbeirat einen verbindlichen Plan für einen geordneten, laufend nachgehaltenen Ablauf weiterer Aktionen festlegt.
Vorschlag:
Sporthallen-Gutachten abwarten, Entscheidung treffen.
Heizungs-Fragen und Heizhaus klären.
Zukunft der Hallenbad-Fläche klären.
Klären, ob wir eine Ärztehaus-Fläche auf dem Parkplatz brauchen.
Neugestaltung der Außenanlagen planen.
Jemand finden, der all das federführend organisiert und begleitet.