Die Gemeindevertretung hat am 9.12.24 mehrheitlich beschlossen, den Gemeindevorstand zu beauftragen, für die weitere Beratung der Gemeindevertretung eine Beratungsgrundlage zu erstellen, in der dargestellt wird,
welche Realisierungsmöglichkeiten -wie bspw. eine eigene Erschließung- es neben der (Beschlusslage vom 24.3.2023) Investorenlösung gibt.
Der Gemeindevorstand wurde beauftragt, hierbei insbesondere auch darzustellen, welche Vergabeerfordernisse es bei den möglichen verschiedenen Realisierungsmöglichkeiten gibt und welche Vorteile/Nachteile und Kosten mit den unterschiedlichen Möglichkeiten verbunden sind.
Der Bericht wird in der Sitzung am 24.2. 2025 vorgelegt und beraten.
Meine Meinung dazu:
Wir fangen also wieder mal von vorne an.
Auch nach 10 Jahren Planungszeit hat die Gemeindevertretung keine belastbare Planungs- oder Beratungsgrundlage zu einer Umsetzung des Baugebietes.
Meine Fragen:
– Wann bekommt die Gemeindevertretung endlich den Schlussbericht des – nichtöffentlich mit einem Planungsbüro tagenden – Arbeitskreises zur Umsetzung des Baugebietes als erste Beratungsgrundlage?
– Ist beabsichtigt, anhand des Ankaufspreises für Bauland und dem Bericht des Arbeitskreises zur Infrastruktur des Baugebietes eine Aussage zu dem voraussichtlichen Baulandpreis zu machen?
– Wird die umfangreiche Machbarkeitsstudie, welche vor mehr als 10 Jahren zur Grundsatzentscheidung für das Baugebiet führte, ebenfalls als Beratungsgrundlage aktualisiert?
– Bekommt die Gemeindevertretung jetzt erstmals!! eine Übersicht, wie viele Bauwillige überhaupt ihr Interesse an einem Bauplatz im Baugebiet Dollenstück bekundet haben?
(Erinnerung: Die Planung des Baugebiets begann mit der einfachen Überlegung, die Gießener Straße auch auf der anderen Straßenseite zu bebauen und damit Baugrundstücke für Hüttenberger Bürger zu schaffen..)
Anmerkungen zu Überlegungen, die Grundstücke seitens der Gemeinde anzukaufen und das Baugebiet selbst umzusetzen:
- Die unter Bürgermeister Hans Schmidt!! begonnene Umsetzung eines Gewerbegebietes (erst Langacker – jetzt Obere Surbach) – ist auch nach Jahrzehnten noch nicht abgeschlossen.
Zwar sind jetzt endlich alle Plätze verkauft und die Infrastruktur steht – aber die GmbH ist gegenüber der Gemeinde weiter mit zwei Millionen Euro verschuldet.
Sie wird aber nicht abgewickelt, sondern aus mir nicht nachvollziehbaren Gründen weiter mit hohen Zuschüssen vor einer Insolvenz bewahrt. - Der Endausbau der Straßen der schon seit Jahren bebauten Neubaugebiete der Gemeinde ist ein Trauerspiel. Und das ist umso schlimmer, je weiter man sich von Rechtenbach entfernt. Dazu empfehle ich, sich mal die Straßen im Neubaugebiet „Auf der Höll“ in Reiskirchen vor Ort anzuschauen.
Meiner Meinung nach sollte man erst mal begonnene Projekte beenden, bevor man große neue Projekte beginnt. - Die schon lange geplante, oft priorisierte und relativ einfach umsetzbare (aber noch nicht wirklich begonnene) Erweiterung des Baugebietes „Auf der Höll“ in Reiskirchen sollte uns ein mahnendes Beispiel dafür sein, wie eine Umsetzung eines Baugebietes durch die Gemeinde nicht laufen sollte.
Ich rege zudem an, die Fertigstellung des Katasters der unbebauten Grundstücke und der leerstehenden Wohnungen in der Gemeinde abzuwarten und in die Überlegungen zur Umsetzung des Baugebiets Dollenstück einfließen zu lassen.
Inzwischen gibt es auch viele interessante Baumaßnahmen zur Innnenverdichtung in den alten Ortskernen. In den nächsten Jahren werden dort noch einige Grundstücke den Besitzer wechseln.
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