Alte Sporthalle im OT HüttenbergNach der Sitzung der Gemeindevertretung…

Die Sporthalle wird seit 1969 – also seit 57 Jahren ununterbrochen genutzt. In dieser Zeit wurde viel über Sanierung geredet und wenig getan.

Jetzt ist die Sanierungs-Diskussion wegen der Auflage, dass für Spiele der 2. Bundesliga mehr Sitzplätze geschaffen werden müssen, wieder in Gang gekommen.
Wichtig: Auch unsere vielen anderen Handballmannschaften, die die Halle täglich nutzen, sind an einer Sanierung interessiert!

Eine Sanierung kostet viel Geld.
In Volpertshausen hat man das früh erkannt, ein (kostengünstiges) Gutachten durch den Landessportbund erstellen und Sanierungsmittel in den Gemeindehaushalt einstellen lassen.
Inzwischen wurden 720.000 Euro Fördermittel bewilligt.

Für die alte Halle im OT Hüttenberg hat die Gemeindevertretung
im November 2025 ein Gutachten für 80.000 Euro in Auftrag gegeben.
Es sollte geklärt werden, ob die Halle saniert, saniert und erweitert oder neu gebaut werden soll.

Im Oktober 2026 wurde das Gutachten und ein Beschlussvorschlag der Gemeindevertretung und den Bürger/innen vorgestellt.
Der Gemeindevorstand wurde beauftragt, weitere Gutachten für die Sanierung mit Erweiterung in Auftrag zu geben.

Irgendwie erinnert mich der bisherige Ablauf an die Hallenbad-Geschichte..

Meine Anmerkungen:

Eine Sanierung – insbesondere der Duschen usw. ist im Interesse aller Mannschaften dringend erforderlich.
Nachdenkenswert: Viele Schäden hätten durch die Einstellung eines Hausmeisters sicher verhindert werden können.
Ich habe das mehrfach vergeblich angeregt.

Bei einer Sanierung muss auch das Heizungsproblem gelöst werden.
Es gibt zwar zwei neue Heizkessel im Keller unter der Hallenbad-Ruine – aber das ist keine Dauerlösung.

Über ein Heizhaus für die Sporthallen und die Bürgerstuben (die Heizung dort ist auch sanierungsbedürftig) wird auch schon lange (nur) geredet.
Für die Planung einer neuen Lüftungsanlage wurden schon mal 130.000 Euro Planungskosten in den Sand gesetzt, da die neue Lüftung dann nicht installiert wurde.

Wichtig: Bei einer großen Sanierung erlischt vermutlich der Bestandsschutz der Halle – und dann müssen die neuen Brandschutz-Vorgaben beachtet werden….
Die Fläche der Hallenbad-Ruine soll soll in die Hallen-Planungen eingebunden werden. Wie steht der Hallenbad-Verein dazu?

Hier kann man sich die von der Gemeindevertretung beschlossene
„Variante 2“ anschauen:
https://huettenberg.ris-portal.de/web/ratsinformation/sitzungen?p_p_id=RisSitzung&p_p_lifecycle=0&p_p_state=normal&p_p_mode=view&_RisSitzung_mvcRenderCommandName=%2Ftop-detail&_RisSitzung_sitzungId=196369&_RisSitzung_topId=1937630

Wichtig: Bei einer Sanierung mit Erweiterung ist die Halle nach den bisherigen Erfahrungen mit Bauvorhaben der Gemeinde auf lange Zeit nicht nutzbar. Gibt es Ausweichmöglichkeiten?

Zum Thema Finanzierung:
Wir müssen das neue Feuerwehrhaus bezahlen (5 Millionen),
die Kinderbetreuung finanzieren (jährlich mehr als 4 Millionen Zuschussbedarf jährlich),
die Gemeindestraßen sollen saniert werden – gerade läuft die jahrelang aufgeschobene und deshalb teure Sanierung Borngasse und angrenzende Straßen in Weidenhausen –
und es gibt immer noch kein öffentlich einsehbares Straßen-Schadenskataster als Grundlage für Entscheidungen!!
Der Endausbau von Straßen in ehemaligen Baugebieten hängt nach,
wir sanieren die Sporthalle in Volpertshausen (zum Glück mit Bundeszuschuss) –
und die Erfahrung zeigt, dass die Kostenschätzungen immer von der Realität eingeholt werden –
(die Planer werden übrigens nach der Bausumme bezahlt, auch wenn sie steigt..)

bis 2028 brauchen wir ein Nahwärmekonzept ­- gibt es da schon einen Plan der Klimamanagerin?

Kurz gesagt: Es wird schwierig, zumal viele Beschlüsse der Gemeindevertretung meiner Meinung nach nicht wirklich nachgehalten werden.

Gut, wir haben noch rd. 8 Millionen Euro Rücklagen –
aber der Haushalt der Gemeinde ist aktuell mit mehr als 2 Millionen Euro im Minus?

Bei den schon genannten Fragen ist auch zu beachten, dass die Gemeindevertretung zu Beginn des Jahres im dritten Anlauf beschlossen hat, die Flächen um die Sporthallen herum im Rahmen eines kommunalen Entwicklungskonzepts (KEK, „Neue Mitte“) als „Starterprojekt“ neu zu gestalten.
Ein wichtiger Punkt für die Entscheidung war, dass es Zuschüsse für die Planungen gab.
Die Meinungen im OT Hüttenberg sind – insbesondere zu den bisherigen Planungen zur Neugestaltung der Parkflächen vor der Halle – geteilt.

Eine Planung ist meiner Meinung nach auch schwierig, da u.a. die Heizhaus-Frage endlich mal geklärt werden sollte –
ggf. im Rahmen eines Modellprojekts zum 2028 fälligen „Kommunalen Wärmekonzepts“ für Hüttenberg?
(Mein Vorschlag: Heizhaus für Sporthallen und Bürgerstuben mit Fernwärme-Anschluss-Möglichkeit der Wohn- und Geschäftshäuser gegenüber der Sporthalle, des ev. Gemeindezentrums usw.).

Ich bin ansonsten immer noch der Meinung, dass man Außenanlagen erst planen sollte, wenn die Bauplanungen abgeschlossen sind.

Eher unbeachtet von der Öffentlichkeit hat die Gemeindevertretung – gegen meine Stimme – 2025 beschlossen, die Parkfläche vor der ehemaligen Liegewiese zum Verkauf als Baufläche für ein Ärztehaus o.ä. bereitzustellen.
Sollte darüber nicht auch mal geredet werden???

Und- ganz wichtig: Wir müssen jemand finden, der all das vor Ort federführend organisiert und begleitet und
der die Bürger/innen laufend informiert!

Das Fachwissen vor Ort (Arbeitskreis Sporthalle!) muss aktiv in die Planung / Umsetzung eingebunden werden!
Sonst wird das nichts!!

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